PP, PPQ Graphische Postkurskarten, 1839-1947 (Teilbestand)

Archive plan context


Information on identification

Ref. code:PP, PPQ
Ref. code AP:PP, PPQ
Title:Graphische Postkurskarten
Creation date(s):1839 - 1947
Creation date(s), remarks.:Das Datum, das auf der Karte bei der Legende steht, ist das Entstehungsdatum. Das Datum, das oben auf der Karte im Titel (deutsch) angegeben ist, bezeichnet das Gültigkeitsdatum. Es kommt selten vor, dass im französischen Titel noch ein anderes Datum aufgeführt ist, dieses wird im Feld Enstehungszeitraum, Anmerkungen vermerkt.
Bei den graphischen Postkurskarten ist teilweise der Entstehungszeitraum nur mit den Bemerkungen Sommerdienst und Winterdienst angegeben. Diese Angaben werden im Feld Entstehungszeitraum Anmerkungen eingetragen. Beim Winterdienst wird zusätzlich das Datum der Gültigkeit vermerkt.
Contains:Postverbindungen Inland, Postverbindungen mit Anschluss ins Ausland, Post-, Bahn-, und Schifffahrtskurse, Kurskarte für Kriegsfall, Pferdekursstrecken, Sommer- und Winterdienst.

Im Jahre 1850 wurden vom Kursbureau der Generalpostdirektion alle bestehenden Postkurse angebende Kurskarten erstellt, die in der Folge immer wieder erneuert und ergänzt wurden. Diese graphischen Kurskarten, deren Aufmachung im Laufe der Jahre Wandlungen durchmachte, erschienen im Jahre 1909 zum letzten Mal. Die Produktion der jährlich zweimal erschienenen graphischen Kurskarten der Schweiz wurde, aus Kostengründen, und weil die betreffenden Angaben im offiziellen Kursbuch enthalten sind, eingestellt. Ab dem Sommerdienst 1909 wurden nur noch die graphischen Übersichten der inländischen Postverbindungen veröffentlicht. Quellen: Generaldirektion PTT: Geschichte der Schweizerischen Post 1849-1949, Bd. 1, 1949, S. 212, Signatur: PTT-Archiv, MD 1279.2:1; Bericht der schweizerischen Postverwaltung über ihre Geschäftsführung im Jahre 1909, S. 31, Signatur: PTT-Archiv, P-11-1.

Die Generaldirektion liess andererseits 1851 eine Postkarte der Schweiz erstellen, die in einfacher Aufmachung als Vorläuferin der späteren offiziellen Postkarte der Schweiz angesehen werden kann. Diese Postkarte, die alle Strassen und Verbindungswege angab, erschien 1857 in verbesserter Auflage und 1865 als Geographiekarte der Schweiz.
Im Jahre 1884 gab die Postverwaltung eine neue Postkarte der Schweiz heraus, die nach ihrer Ansicht allen Anforderungen entsprach. Die verbesserte Auflage von 1893 trug den Namen Offizielle Postkarte der Schweiz und enthielt ausser den Poststellen und Postkursen alle Eisenbahnlinien und Telegraphenstellen. Aufgrund einer Vereinbarung von 1904 zwischen der Oberpostdirektion und der Landestopographie gab diese Ende März 1910 eine neue Auflage der offiziellen Postkarte heraus. Sie unterschied sich von der 1893 erschienen dadurch, dass sie auch die im Bau befindlichen Eisenbahnlinien, die Lage der Stationen, die Automobil-, Fahrboten- und Fussbotenkurse und die schweizerischen Postagenturen im Ausland angab und am Rande der Karte die im vergrösserten Massstab gehaltenen Übersichtsplänchen der sechs wichtigsten Städte der Schweiz aufwies. Diese Post- und Telegraphenkarte der Schweiz erschien 1934 in einer verbesserten Ausgabe. Quelle: Generaldirektion PTT: Geschichte der Schweizerischen Post 1849-1949, Bd. 1, 1949, S. 212, Signatur: PTT-Archiv, MD 1279.2:1

Zur Erleichterung des Dienstes der grossen Briefversandstellen wurden schon 1866 graphische Übersichten für das Ausland erstellt, die später vervollkommnet wurden und von 1892 an bei jedem Fahrplanwechsel (viermal jährlich) im Auftrag der Oberpostdirektion erschienen. Im Jahre 1909 wurden diese Internationale Postverbindungen genannten graphischen Übersichten der Kosten wegen fallen gelassen. Das im Laufe der Jahre stark verbesserte Kursbuch dürfte die genannten Kosten überflüssig gemacht haben. Von 1921 bis 1932 wurden die graphischen Übersichten für das Ausland wieder produziert. Quellen: Generaldirektion PTT: Geschichte der Schweizerischen Post 1849-1949, Bd. 1, 1949, S. 212, Signatur: PTT-Archiv, MD 1279.2:1; Bericht der schweizerischen Postverwaltung über ihre Geschäftsführung im Jahre 1909, S. 31, Signatur: PTT-Archiv, P-11-1.
Das Format (B x H) der Karten wird in mm angegeben. Die Titel wurden von der jeweiligen Archivalie übernommen.
Anmerkungen zur Legende: Die Zeichenerklärung befindet sich am Rand der Karte und erläutert die verwendeten Kartenzeichen und Abkürzungen. Bei der optischen Darstellung der graphischen Postkurskarten sind die Postkurse, Eisenbahnen, Dampfbootfahrten, Schiffbüros, Fahrende Postbüros und Bergbahnen gekennzeichnet. Auf den Karten der Posten, Telegraphen und Eisenbahnen der schweizerischen Eidgenossenschaft sind unter anderem die Kantonshauptorte mit Poststrassen, Eisenbahnen mit Stationen, Kreispostdirektionen, Poststationen, Postkreisgrenzen, Telegraphenbüros und die konzessionierten Autkokurse verzeichnet. Auf beiden Kartentypen finden sich Erläuterungen zu den Distanzangaben zwischen den Stationen. Bei den graphischen Postkurskarten ist zusätzlich vermerkt, wann die Fahrten stattfinden.

Mit dem Sommerfahrplan 1920 wurde endgültig die Stundenzählung 0-24 eingeführt. Quelle: Bericht des Bundesrates über seine Geschäftsführung im Jahre 1919, S. 43-44, Signatur: PTT-Archiv, P-11-1.
Mögliche Erklärung zur Einstellung der Produktion des Winterfahrplans der graphischen Übersichten der inländischen Postverbindungen ab 1920: Auf den 1. Juni 1921 wurde zum zweiten Mal ein Fahrplan der schweizerischen Bahnen eingeführt, der während eines ganzen Jahres in Kraft blieb. Dieser Umstand bedeutete für die Postverwaltung eine Ersparnis an Vorbereitungsarbeiten, da die umfangreiche Anpassung der Postverbindungen an die Eisenbahnfahrpläne nur noch einmal jährlich stattfinden musste. Quelle: Schweizerische Postverwaltung: Geschäftsbericht 1921, S. 35, Signatur: PTT-Archiv, P-11-1.
Level:Teilbestand
Former reference codes:PP 00001 - 00354 und PPQ 00001 - 00391

Information on extent

Archival Material Types:Karten
Number:745

Information on context

Provenienz:Generaldirektion Post
Administration history:Bei der Generalpostdirektion fertigte das Kursbureau (ab 1921 Postkursinspektorat) die technischen Zeichnungen für den Betrieb.
Der Bundesrat legte der Bundesversammlung am 7.4.1851 eine Botschaft mit einem Gesetzesvorschlag vor, welche die Kommission des Nationalrates zu Vorarbeiten im Eisenbahnwesen veranlasste. Deshalb wurde die Ausarbeitung der Profile und Situationspläne aller projektierten Eisenbahnlinien nach gleichem Massstabe sowie der Entwurf von anschaulichen Übersichtskarten in Auftrag gegeben, um sie der Lithografie zu überreichen. Quelle: Bericht des Schweizerischen Bundesrates an die hohe Bundesversammlung über seine Geschäftsführung im Jahr 1851, S. 227, Signatur: PTT-Archiv, P-11-1.

Conditions of access and use

Access regulations:Die Bestände des PTT-Archivs unterliegen dem Bundesgesetz über die Archivierung. Unterlagen, die unter eine Sperrfrist fallen, können nach einem schriftlichen Antrag auf Entsperrung gegebenenfalls eingesehen werden. Die Unterlagen, die unter keine Sperrfrist fallen, sind für alle Interessierte nach einer vorherigen Anmeldung (www.mfk.ch/bestellungarchivalien.html) einsehbar.
Reproduction conditions:Es gilt die Benutzerordnung und Tarifliste des PTT-Archivs.
Language:Deutsch
Französisch
Italienisch
State of preservation:2

Information on related materials

Related material:Offizielle Kursbücher der Schweiz, Signatur: PTT-Archiv, P-38-1; In den Jahrbüchern der Schweizerischen Postverwaltung finden sich Angaben zum Verkaufspreis der graphischen Übersichten der inländischen Postverbindungen. Signatur: PTT-Archiv, P-11-1.

Additional comments

Comments:Bei den Schreibweisen für Telegraf, Telefon und Büro wurden die originalen Angaben übernommen.
 

Descriptors

Entries:  Bern (BE) (Orte\B)
 

Usage

End of term of protection:12/31/1977
Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: http://pttarchiv.mfk.ch/detail.aspx?id=83279
 

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